Am 09.05. startete die Wald- und Wieselgruppe ihr Jahresprojekt, in welchem wir uns ganz dem Wandel dieses spannenden Biotops im Verlauf der Jahreszeiten widmen wollen.
Ein super Monat, um solch ein Projekt zu beginnen, denn die Natur explodiert geradezu um uns herum, alles erblüht und strotzt vor Kraft. Unser Wald, in dem wir uns vor 3 Wochen noch dem Feuermachen gewidmet haben, ist nun völlig verwandelt und zugewachsen.
Bereits auf dem Weg in den Wald gab es viel zu entdecken. In der aufgeweichten Erde des Felds fanden sich verschiedenste Spuren, Käfer tollten sich in den Gräsern und wir haben begonnen Wildkräuter zu sammeln, Pflanzen, die wir teils schon gut kennen, aber auch welche, die uns noch unbekannt sind.
Im Wald angekommen, haben wir uns mit Hilfe verschiedener Bestimmungsbücher daran gemacht, herauszufinden, was wir da so alles entdeckt haben und ob unsere Fundstücke essbar sind, um später daraus eine Kräuterbutter zu machen. Und es war einiges dabei: Schafgarbe, Klee, Sauerampfer, Gundermann, Löwenzahn, Vogelmiere und Gänseblümchen.
Im Anschluss widmeten wir uns der Konstruktion von Wald- und Bodenfenstern, Rahmen, die es uns ermöglichen werden, einen immer gleichen Ausschnitt des Waldes im Laufe des Jahres genau zu betrachten. Dafür brauchte es geeignete Äste, die verbunden werden wollten und dem Finden der richtigen Plätze, zum Aufhängen, bzw. Aufstellen der Fenster. Für das Bodenfenster suchten wir noch passende Astgabeln, um es ein wenig hochzusetzten, sonst würden wir es im Juni wahrscheinlich nicht wiederfinden.
Nach dem Bau der Fenster wurden sie, zur besseren späteren Wiederentdeckung, noch etwas farblich gestaltet. Dazu benutzten wir Löwenzahnköpfchen als Stempel, die mit einem Schaschlikspieß im Stängel zur Stabilisierung versehen wurden. Damit konnten wir wunderbar Farbe auftupfen. Abgerundet wurde das Ganze noch mit bunter Wolle.
Da hatten wir uns unsere Stärkung redlich verdient, lecker frisches Brot mit Butter, Salz und gesammelten Wildkräutern. Köstlich! Und für einige eine ganz neue Erfahrung, dass man Gänseblümchen und Löwenzahnblüten essen kann.
Nach dem Aufhängen der Fenster blieb uns dann auch noch Zeit, selbständig auf Erkundungstour zu gehen, auf Bäume zu klettern, kleinere und größere Schätze zu finden oder an vergangenen Bauprojekten weiterzuarbeiten.
Aber wie immer, war der Tag dann schon wieder viel zu schnell um, drum freuen wir uns auch jetzt schon auf unser Waldcamp im Juli, wo wir mal so richtig im Wald abtauchen können.
Falls du jetzt Lust bekommen haben solltest, auch mit uns auf Entdeckung zu gehen, dann sei doch gern am 13.06. um 12:45Uhr am Schafstall in Niebendorf-Heinsdorf. Weitere Infos findest du auf unserer Website unter baumkuchen-ev.de/unser-wald-im-jahreskreislauf/
Wir freuen uns jedenfalls schon sehr zu erforschen, was sich bis dahin schon wieder verändert hat!







