Feuer machen und machen mit Feuer – Ein besonderer Waldtag der Wald- und Wieselgruppe

Im April verbrachten die Wieselinge einen ganzen Tag im Wald und beschäftigten sich intensiv mit einem Thema: dem Feuer.

Wer hat schon mal selbst Feuer entfacht und wie? Welche Methoden gibt es, Feuer zu entzünden? Und wie kann ich Feuer machen, wenn ich weder Feuerzeug noch Streichholz zur Hand habe?

Zur letzten Frage wurden viele Dinge mitgebracht, die teilweise so gar nicht zur Erzeugung lodernder Flammen geeignet schienen. Neben Feuerstahl, Feuerstein, Feuerbogen und Lupe fanden sich nämlich auch Asche, Birkenpilze, Tampons, Abschminkpads und Jeans. Und wie soll damit jetzt Feuer entstehen???

Wir haben alle Varianten ausprobiert und festgestellt, wie mühselig viele der Varianten sind. So ist es beispielsweise gar nicht so einfach mit einer Lupe wirklich Flammen zu erzeugen. Selbst mit viel Geduld und sehr trockenem Brennmaterial haben mir kaum mehr als ein wenig Rauch erzeugen können. Der Feuerbogen, eine gängige Praxis unserer Vorfahren, hat uns viel körperliche Anstrengung abverlangt und dennoch kein Feuer entfachen können (Hut ab vor unseren Ahnen!). Mit Feuerstahl und Feuerstein haben wir dagegen schon ganz gut Funken schlagen können und mit geeignetem Zunder eine Startflamme entzünden können.

Aber was hat es denn nun mit den anderen Materialien auf sich? Jeans und trockener Birkenpilz sind wunderbarer Zunder. Die Jeans muss davor allerdings selbst erst in einer Blechdose im Feuer verkohlt werden, nimmt dann aber Funken schnell auf und verwandelt sie in Glut. Ebenfalls super Zunder sind geöffnete Abschminkpads, die bei kleinsten Funken sofort in Flammen aufgehen. Mit etwas mehr Geduld und Krafteinsatz kriegt man durch Reibung zwischen zwei Brettern auch einen mit Asche gefüllten Tampon zum Glühen.

Natürlich haben wir die vielerlei entfachten Feuer nicht nur zum Selbstzweck entzündet. In einem haben wir, wie bereits erwähnt, die Jeans verkohlt. In einem weiteren haben wir aus Birkenrinde, die ebenfalls in einer Blechdose verkohlt wurde, Birkenpech hergestellt, den „Superkleber der Steinzeit“.

Über einem dritten Feuer buken Fladenbrote auf einem Blech, über einem vierten köchelte unsere stärkende Suppe. Die Löffel dafür konnten wir uns auch selbst brennen aus einem schlanken Stück Holz und einer Glut aus dem Lagerfeuer. Aber auch die brauchen viel Geduld und starke Puste und werden wohl erst bei einer späteren Suppe mal zum Einsatz kommen…

Alles in allem war es ein spannender Tag, voll Spaß und neuen Erfahrungen.

Danke dafür!